Wrag!

Cédric Weidmann, 27, schreibt.

Monat: April, 2009

Initiative

„Ich finde es toll, dass du dieses Buch schreiben willst.“

Eduard erschrak. Seine Beine weit über den Teppich gestreckt und in bequemer Positionen seinen Rücken in das schwarze Ledersofa pressend, versank er geradezu vor dem Fernseher. So konnte er gut von Zeit zu Zeit einen unglücklichen Blick auf seinen Bauch werfen, der von Bier mittlerweile etwas über sich selbst hinausgewachsen war. Das Bierglas in seiner rechten Hand fühlte sich angenehm an.
Seine Frau bügelte etwas hinter ihm und verfolgte mit ihm die Werbung, die über den Fernseher zog.
Eduard warf ihr einen verwirrten Blick zu.
„Nein, ehrlich…“, fuhr sie fröhlich fort, „Seit du dieses Buch schreiben willst, bist du ein ganz anderer Mensch. Ich glaube, es tut uns beiden gut.“
Eduard schwieg. Hätte sie es nicht mit einer solchen Bestimmtheit gesagt, hätte er sie für verrückt erklären müssen. So blieb nur noch er selbst. Er hatte nicht den Anflug einer Ahnung, von welchem Buch sie sprach. Vielleicht hatte sie es falsch gesagt und das Wort verwechselt, oder besser: beide dazu benötigten Worte verwechselt. Doch wofür hätte sie ihn sonst loben sollen? Für das Bücherregal, dass er vor drei Monaten in einem kindlichen Anflug von Eifer hatte bauen wollen, das heute aber noch im Keller lag, einige nicht aufgeräumte Schraubenzieher schlampig daneben liegend?
Er bevorzugte es, zu schweigen, denn ihm gefiel die Stille, in der weiterhin die ungebrochene und ungestellte Fröhlichkeit der Worte seiner Frau schwebten. Wenn ihr gefiel, was auch immer es sein mochte, dann war es immerhin nichts allzu Schlechtes. Buch hin oder her. Konnte ja immer noch sein, dass er sie falsch verstanden hatte.

Wie es sich für ein eingespieltes und –gezogenes Ehepaar gehörte, begab es sich zuweilen, dass Gäste geladen wurden. Meistens waren dies Studien-, Schul- oder Arbeitsfreunde. Man traf sich, trank guten Wein, kochte aufwändig, was immer dampfte und pikant roch. Man plauderte zum Einstieg kurz oberflächlich darüber, wie das Leben und seine unergründlichen Entwicklungen verliefen, um sicher zu gehen, dass keine tratschbare Tatsache zum Vorschein kommt, um in konzentrierter Belanglosigkeit zu der neuen Küchenbekachelung abzuschweifen, in der man sich Stunden, Nachtische und erfolglose Versuche von gästlichen Aufbrüchen lang verkriechen konnte.
Eduard dachte in der ganzen Zeit nur an seine Helden aus dem Fernsehen und fragte sich, ob sie wieder tanzten, zuckten, Welten- und Filmstudios retteten. Womöglich schon, sie mussten ja.
Ihm gefiel zwar der Wein, doch von Gesprächen hielt er nicht viel, besonders da sie ihn kaum betrafen und noch weniger berührten. Normalerweise hätte seine Frau einen bissigen Kommentar über sein unengagiertes Vorhaben, ein Bücherregal zu bauen, fallen gelassen, doch es schien ihr nicht einmal mehr nötig zu sein.
So kam es, dass sich plötzlich und ohne Vorwarnung Dario, sein Studienfreund, an ihn richtete:
„Ich habe gehört, du bist schon ziemlich weit mit deinem Buch. Ich hoffe, du schaffst es.“
Eduard war sprachlos. Es wäre unangebracht zu behaupten, dass die Stimmen vor Schreck plötzlich dumpf und entfernt zu seinem Ohr drangen, denn das taten sie ohnehin schon. Es fühlte sich unecht an, deshalb nahm er einen weiteren, verlegenen Schluck Wein.
„Und wenn du willst, lese ich es dir auch gerne einmal durch, wenn du fertig bist. Du weißt ja, ich war einmal Korrekturleser beim Magazin.“
Zum grossen Glück Eduards, war seine Frau völlig begeistert von dieser Tatsache und fragte ungehalten nach, wie es denn dazu gekommen sei, dass er beim Magazin gearbeitet hatte. Eduard hatte schon lange das Gefühl begleitet, dass seine Frau sehr beeindruckt von Dario war. Aber im Moment waren Gefühle und Gedanken eher Geschwüre und Leitplanken für Kopfschmerzen. Er hatte zu viel getrunken, ist anzunehmen.

Eines Abends sass Eduard in seinem dunklen Zimmer und las alte Comichefte auf dem schweren alten Holzpult, das er von seinem Vater geerbt hatte und nur von einer schwachen Lampe beleuchtet wurde. Er pflegte, das Lesen mit Gin Trinken abzuwechseln.
In seiner Langeweile hochschreckend, hörte er das auch sehr alte und zum Tisch passende Telefon klingeln. Es war ein Kabeltelefon mit einer Drehscheibe, tatsächlich antik. Er nahm zögernd und entgeistert ab und stellte sich vor. Er zuckte zusammen, als eine tiefe unbekannte Stimme antwortete.
„Guten Tag, hier ist Bohrer. Ich bin Lektor für den Suhrkamp-Verlag. Das Manuskript, das Sie uns zugeschickt haben, hat mir sehr gefallen und ich wollte Sie fragen, ob Sie Interesse hätten, über eine mögliche Publikation mit mir zu sprechen. Wie wäre es mit einem Treffen nächste Woche?“
Stotternd und sich von Frage zu Frage mit steigender Verwirrung hangelnd, legte Eduard einen Termin fest um sein Buch zu besprechen. Als er auflegte, lief ihm ein tiefgreifender, tiefschürfender Schauer über den Rücken. Was hatte es bloss mit diesem Buch auf sich? Wieso sprachen nur alle möglichen davon? Und wieso so ernsthaft und überzeugt?
Eduard war kein besonders humorvoller und lustiger Mensch, aber Witze stellte er sich anders vor.
Es machte für ihn auch keinen Sinn – er war nie ein literarischer Mensch gewesen, erstrecht kein ambitionierter. Er konnte sich nichts Langweiligeres vorstellen, als ein Buch zu schreiben, mit Ausnahme des Zusammenbauens von Bücherregalen, aber auch das nur, weil er es schon einmal probiert hat. Und ausgerechnet ihm, dem man kein Talent in die Wiege, nur Steine in den Weg gelegte hatte, legte man plötzlich in den Mund ein Buch schreiben zu wollen, nein: geschrieben zu haben!
Eduard schwitzte ein wenig und trank dagegen an, so gut es ging.

Das vereinbarte Treffen mit dem Lektor war sehr peinlich, denn ihm fehlten die Worte, selbstverständlich auch das Wissen über das Buch, um ihn zu unterhalten und auf dem Laufenden zu halten. Doch in einer eigenartigen Form von verschmitztem Interesse, schien der Lektor Gefallen an Eduards verschlossener und stiller Art zu finden. In seinen Augen hinter der grossen Brille glitzerten seine Jugendträume von verwegenen, exzentrischen Schriftstellern, die sprachlos in der Welt umherschwammen, doch alle zehn Jahre an der Oberfläche auftauchten um kommentarlos ein Buch an Land zu werfen, das aus dem nassen Sand herausragte und die Welt veränderte.
Eduard war nicht so einer, da war er sich noch sicherer, als dass er kein Buch geschrieben hatte. Eduard war ein fauler, kleiner Fisch, einer, dem das Fernsehen und der Eishockeymatch und Sex mit seiner alternden Frau reichte um auf dem Boden zu bleiben. Dem Bier, Wein, Gin und Vodka genug Exzentrik und Exzess boten, um ein abgefülltes und erfülltes Leben zu führen.
Er bekam einen Vertrag, unterschrieb stillschweigend, taumelte nach Hause und liess sich in den Fernsehsessel fallen. Heute wieder RTL.

Einige Jahre später, sollte er oft noch Lobe und Komplimente bekommen, für das mysteriöse Buch, das er nie geschrieben hatte. Er sei treffend und einfallsreich und habe sehr erleuchtende Umschreibungen für alles. Er wusste nicht für was. Alles was er erleuchtend zu umschreiben hätte, wäre wenn er seiner Frau zu erklären versuchte, was er um Mitternacht im Kanal des Deutschen Sport Fernsehens zu suchen hatte.
Sie liebte ihn mehr denn je und alles andere. Die Menschen liebten ihn auch. Manchmal betrat er nur einen Platz und es begann Menschen Fotos zu knippsen, zu kreischen und manchmal sogar zu klatschen. Doch er sah das alles nicht. Er ging nur auf Plätze um Sehenswürdigkeiten zu fotografieren, die er dann auf dem Plasmabildschirm ein Leben lang einsehen könnte, oder wenn er von der Busstation in den Tankstellenshop ging ein Bier zu kaufen.
Als sie sein Buch verfilmten und auf RTL ausstrahlten, sass er im Sofa und schnarchte.

Ohne seine Bücher wären wir heute nirgends.

Eventualitäten

Eigentlich hätte es ja sein können, dass es sich begeben hätte, dass sich vielleicht nach Möglichkeit eine potenzielle Stelle auftat, die sie als Spekulantin hätte im wahrscheinlichen Falle einer zufälligen Begebenheit nehmen können, nur war ihr weiterhin unklar, ob nicht doch eventuell ihr Beruf möglicherweise nicht als auserwählte oder, vielleicht, nicht als vermutliche Berufung in ihrem Leben einzuschätzen war.

Sie hätte Lehrerin werden sollen.

Slamtod

Ennet der Reuss gab es mal einen Dichter, der dichtete liebend gern Gedichte.
Im Gefichte seiner Sichte und in der Fichte seiner Pflichte war er schlichte und sprach:
Er verzichte lieber auf Gerichte,
das schädige seine Gedichte
und er glaube nicht, dass er mit Joggen vernichte,

was die Dichte nahrhafter Gerichte
an seiner Bauchspeicheldrüsenfehlfunktion verrichte.

Da kam ein Poetry Slammer zu ihm und sprach:
Warum bist du alleine, kleiner Wicht?
Schreibst Tag für Tag Gedicht und es kommt niemals zu Gesicht, geschweige denn in Sicht?
Komm zu mir auf die Bühne und ich Hüne
schenk dir Frauen mit schönen Augenbrauen
mehrere Verehrer und Beschehrer
Mach dich nicht
zu einem sprachlosen Dichter und Denker
Auf der Bühne wirst du gross und grösser
wirst zum grössten Lenker
Du kriegst Applaus und Saus und Braus
kommst raus aus Staus,
schmaust und kaust
und in der Paus
haust du mit Fäusten irgendwelche Zähne aus.

Also ward er geblendet von dem Rampenlicht,
dessen Glänze im Glase seiner Augen bricht
Stotternd las er aus seinem Gedicht
und fragte sich
Lässt mich meine Stimm nun gar im Stich?
Da johlten doch die Leute nur
um ihn bald loszuhaben
von der Bühne
Reime seien alt und zerbrechlich,
tot und unnütz und wenn nicht
Dann sei das des Einsiedlers nicht,
sondern jemand anderes Pflicht.
Singen sollte er
oder den Handstand machen
dann gäb es nichts zu verschlimmern
nur wieder was auszulachen.

Und so brachte sich der Dichter um
und es kam dumm, dass alle stumm
ihn auf der Bühne sahen müssen
wie er zwischen fehlenden Küssen
und auf wankenden Füssen
zu Boden fiel
und sich sein Blut entleerte
zu viel
als dass es sich im Knochenmark vermehrte.

Liebe

Während Julia sich selbstredend ein Bett gekauft hat, hat sich Andrea ein selbstredendes Bett gekauft.

Das sprach immer, wenn sie schlafen wollte. Und immer wenn sie lag, sprach es.

Allerlei schöne und liebliche Dinge flüsterte es ihr ins Ohr. Ihre Ohren wurden zuweilen oft von schönen und lieblichen Dingen gestreichelt, die das selbstredende Bett von sich gab.

Und es dauerte nicht lange, da schöpfte Andrea den schwerwiegenden Verdacht, dass es das Bett auf sie abgesehen hat.

Doch es ignorierte Andreas Abweisung, sprach von ihrem schönen Rücken und den glatten Schenkeln und davon, wie sie ihm gefiel.

Manche Menschen können eben nur schlafen, wenn sie Zuneigung bekommen und man nimmt sich eben was man hat.

Julia sollte leider in einer unglücklichen Verstrickung im Schlaf von ihrem Kissen erstickt werden, wofür auch Ikea nichts kann.

Tag des Buches

Sidorra und Anddharta machten einen Spaziergang.
Sidorra sagte: Hey, die Welt ist schlecht, die Welt ist schlecht, wir müssen beten und Kräuter fressen.
Anddharta sagte: Du hast recht, du hast recht, wir sind schlecht und wollen Bräute fesseln.
Sidorra sagte: Wir sind alle Nazis.
Anddharta sagte: Wir sind alle Buddha.
Sidorra sagte: Du bist ich…
Anddharta sagte: …und ich bin du!!!

Und die Lehre dieses Spaziergangs?

Es bleibt nur die Leere ihres Papiergesangs.

Urheberrechtsklon

Lothar kopierte sehr gerne Sachen.

Schon als er ganz klein war, wollte er von allen Sachen immer das Doppelpack.

Da traf es sich vorzüglich, dass es in seinem Büro einen Kopierer hatte.

Anfangs kopierte er noch Texte und Bilder und Seiten aus seinen Büchern, die er las.

Aber er bemerkte, dass ihn das nicht weiterbrachte.

Dann begann er einfache Sachen zu kopieren, eine Nagelschere, seine Hände oder eine Arbeitsmappe.

Später kopierte er des öfteren Gesichter, schaltete seine eigene Website hoch und veröffentlichte die kopierten Bilder.

Natürlich war es auch für ihn etwas fraglich, seine Mitarbeiter und die Assistentinnen mit Gewalt auf den Kopierer zu schmettern um sie kopieren zu können, um einen besonderen Gesichtseindruck einzufangen.

Aber jedem das seine.

Sein Chef fand das auch, er fand: Dem Lothar seine Website, dem Chef einen Mitarbeiter, der ihn nicht im Kopierraum überrumpelt.

Lothar würde einmal ganz gross werden.

Gerade vor seinem Auftritt an der Art Basel musste Lothar feststellen, dass schon ein anderer die Sachen ausstellte, die er eigentlich erst aufzubauen vorhatte.

Man hatte ihn doch tatsächlich einfach kopiert und sich als ihn ausgegeben.

Erst da fiel es dem Lothar auf, dass es eigentlich hiess:
Jedem, das meinige.

Nur hatte das noch nie ein Chef verstanden.

Hobby

Pedro hatte einmal einen Brieffreund.

Der schrieb ihm jeden Monat.

Es war doch leider nur schade, dass, wie er sich selbst einzugestehen hatte, die Adresse nicht die seine und die Freundschaft nicht gegenseitig war.

Sie hätte einseitiger nicht sein können, denn Pedro schrieb nie zurück, da er keinen Absender auffinden konnte.

Also las er beflissen die Briefe und lauschte einem fiktiven Gespräch, das er sich vorzustellen mochte und sein Brieffreund wurde sein grösstes Idol.

So sei für einen Moment aber auch der Briefträger erwähnt, der jeden Tag, nicht aus Spass sondern in einer eigenartigen Pflicht, noch früher aufstand als es von ihm ohnehin verlangt wurde und er die Briefe ohne Absender schrieb und sie in Pedros Briefkasten warf.

Denn draussen, morgens, wenn der Pedro noch den letzten leidenschaftlichen Brief zum wiederholten Male und unter beeindruckten Seufzern las, schaute der Briefträger mit feurigen Blick verstohlen zu ihm ins Fenster und warf einen neuen Brief ein.

Vielleicht würde er sich eines Tages trauen, ihm die Liebe zu gestehen und die Wahrheit hinter dem unerbittlichen Brieffreund aufzudecken.

Aber wahrscheinlich nicht.

Solche Sachen passierten nie, das blieb dem Zufall vorbehalten und der hatte schon beim Swisslos alle Hände voll zu tun.

Schlüsselkompetenzen

Es begab sich, dass sich zwei Menschen am Bahnhof trafen und sich beeilen mussten, in den Zug zu steigen, weil er bald abzufahren angekündigt hatte.

Der eine war sehr durstig und wollte sich noch ein Getränk holen und bat den anderen, der an ihm vorbeilaufen und in den Zug steigen wollte, um eine Münze, die ihm fehlte. Er wolle endlich seinen Durst löschen. Doch der andere schlug ihm diese Bitte ab und stieg in den Zug.

Er sollte fortan reich an Münzen und reich an Erfolg werden. Den durstigen Mann sah er dabei nur noch in den Obdachlosenzahlen, die das BFS publizierte, und er fickte Mädchen für wenig Geld, mit denen der andere möglicherweise einmal verheiratet gewesen und bei deren Alimentzahlungen er im Rückstand war.
Ansonsten hatten sie keinen weiteren Kontakt.

Doch es kam dazu, dass sich die beiden ein weiteres Mal trafen, wieder auf dem Bahnhof, doch diesmal stiegen sie beide in den Zug ein. Der nun Obdachlose fuhr mit Sicherheit ohne gültige Fahrkarte, doch er schrie den reichen Mann an, nachdem er ihn erkannte:
„Sie haben mein Leben zerstört! Alles, was Sie zu tun gebraucht hätten, war, mir diese Münze zu geben, damit ich mir das Getränk kaufen könnte, nach dem ich mich so gesehnt hatte. Stattdessen musste ich einem alten Mann im Zug eine Flasche aus der Hand reissen und sie hinunterstürzen, wofür ich schliesslich angeklagt wurde und mit der Konfrontation mit dem Gesetz langsam in der Strudel der Kriminalität und Armut versank. Hätten Sie mir damals geholfen, wäre ich ein anständiger Bürger geblieben.“

„Moment, Moment“, antwortete der Reiche, „Ich müsste für Sie bürgen, damit Sie ein anständiger Bürger blieben? Da machen Sie mir die falschen Vorwürfe. Ich habe Ihr Leben nicht zerstört, ich habe Ihnen diese Münze nicht gegeben, um ein Getränk aus dem Selecta-Automaten zu holen.“

„Genau damit hat auch alles angefangen!“

„Moment, Moment“, fuhr er fort, unberührt und kühl, „Sie mögen vergessen haben, dass es sich um einen Selecta-Automaten handelt, was ich ein erneutes Mal betonen möchte. Selecta-Automaten funktionieren nie! Die Münzen, die sie oben hineinwerfen, sind prädestiniert dazu, unten wieder herauszukommen. Das ist wie eine Metapher für den Geldfluss im Wirtschaftssystem. Wenn der Selecta-Automat Geld schlucken würde, dann wären wir alle verloren. Aber so ist nunmal das Gesetz seiner technischen Ausführung. Es handelt nach den ungeschriebenen Regeln. Ein Selecta-Automat gibt einem auch kein Getränk, wenn man kurz vor dem Verdursten ist.“

Der Obdachlose wollte darauf erzürnt antworten, doch er bemerkte, dass aus ihm nur ein leeres Raucherröcheln drang.

Gegen technisches Fachwissen, gibt es nunmal keine Stimme.