Wrag!

Cédric Weidmann, 27, schreibt.

Monat: September, 2012

Schlechte Argumente gegen die 1:12-Initiative

Heute wurde die 1:12-Initiative im Nationalrat behandelt und abgelehnt. Die Diskussion dauerte mehrere Stunden und 36 angemeldete Redner und Rednerinnen kamen zu Wort.
Offenbar ist die Initiative mit einem fulminanten Start aufs Parkett getreten. Damit aber auch der Shitstorm.
Obwohl ich keineswegs mit allen staatlichen Beschränkungen sympathisiere, halte ich diese Initiative für das bisher spektakulärste Mittel, die Wirtschaft zu verbessern. Es ist ein Mechanismus, der sich von anderen Regulierungen wesentlich und bemerkenswert unterscheidet.

Um den Shitstorm ein wenig zu säubern, habe ich einige schlechte Argumente der Gegner aufgelistet und bin gerne bereit, danach besonnen und kritisch weiter zu argumentieren. Ich bin nicht auf meine Meinung eingeschossen, sondern interessiere mich für die besten Argumente.

  • 1:12 schadet der Wirtschaft. Mitnichten, eine grössere Verteilung nach unten führt zu einem höheren BIP. Das ist einfach zu erklären und bedarf hier keiner grossen Aufmerksamkeit: Weniger Verdienende haben eine tiefere Sparquote, konsumieren mehr und das Geld fliesst direkt in private Investitionen.
    Eine besser verdienende Unterschicht steigert die Produktivät ausserdem auf weiteren Wegen. Sie wird akkumuliertes Geld eher investieren, sie kann Schulden besser begleichen, die höhere Fluktuation ermöglicht einen flexibleren Arbeitsmarkt, das Bildungsniveau steigt und sie bezahlt mehr Mehrwertsteuern.
  • 1:12 schadet auch kleinen Familienbetriebe. Das ist das typische FDP-Argument, ein mit halbherzigem Wirtschaftssinn ummantelter Patriotismus. Die Initiative beschränkt die Leitung „kleiner Familienunternehmen“ auf einen Minimallohn von 576’000 Franken, ganz anständig, wenn man dabei bedenkt, dass die Vermögenswerte des Unternehmens noch nicht inbegriffen sind und die Angestellten dieser Firma lächerlich unterbezahlt sind. – Ganz davon abgesehen gibt es wohl keine KMU, die die Lohnspanne 1:12 nicht bereits einhalten! Der JUSO-Politiker Marco Kistler wartet noch immer auf jemanden, der ihm ein betroffenes KMU nennen kann.
  • 1:12 verhindert zwar Lohnexzesse. Das erledigen aber andere Vorstösse besser. Erstaunlicherweise finden das ja alle super. Linke wie Rechte sind ausnahmlos gegen Lohnexzesse. Die Initiative geht jedoch nicht darum, Lohnexzesse zu unterbinden. Es geht überhaupt nicht darum, dass jemand nicht Kapital akkumulieren dürfe. Ich sage: Lohnexzesse sind grossartig! Sie gehören zu unserem Narrativ des wirtschaftlich freien Menschen. Die Initiative ist deshalb auch keine absolute Beschränkung, sondern eine relative (das überfordert leider Linke und Rechte gleichermassen).
    Das bedeutet, Menschen, die ein gutes Unternehmen leiten, sollen ein hohes Salär verdienen. Ein gutes Unternehmen sollte sich aber nicht nur nach dem Umsatz, den Aktiva oder dem Aktienkurs berechnen (es ist eine unstreitbare Tatsache, dass es ein gültiges Bewertungskriterium für ein „erfolgreiches Unternehmen“ nicht gibt), ein Unternehmen hat erst nachhaltigen, überzeugenden Erfolg, wenn es fähig ist, seine Mitarbeiter besser zu bezahlen als die Konkurrenz.
    Wessen Firma so weit ist, darf sich problemlos einen höheren Lohn auszahlen lassen. Und diese Verteilung ist nicht etwa unlukrativ: Man braucht den Lohn des tiefen Personals lediglich um einen Franken zu erhöhen, um dem Bestverdienendsten zwölf Franken mehr bezahlen zu können.
    1:12 ist also nicht das beste Mittel gegen Lohnexzesse. Das liegt daran, dass sie diese
    überhaupt nicht tangiert! Kapitalakkumulation ist eine gute Sache. Die Initiative sorgt nur dafür, dass die Akkumulation in gute Hände gelangt.
  • Regulierungen sind überhaupt schlecht für die Wirtschaft. Das hat noch nie jemand ausser Politikern behauptet. Die Wirtschaftswissenschafter sagen seit Jahrzehnten das Gegenteil und doch hört niemand zu. Überhaupt ist es bedauernswert, dass gerade im Laienbereich der Wirtschaft eine scheinheilige „Weitsichtigkeit“ besteht – jeder denkt einen Schritt weiter, aber bleibt dort stehen. Daraus resultiert nämlich das nächste Argument.
  • 1:12 vertreibt reiche Unternehmen, Steuereinnahmen verschwinden. Es wird Zeit zu akzeptieren, dass das kein so schlaues Argument ist, wie man immer geglaubt hat. Es ist gerade nicht „Weitsicht“ zu denken: Verzichten wir auf härtere Auflagen, denn dann werden wir später mehr Steuern einnehmen. Das hat nichts mit Nachhaltigkeit oder Sicherheit zu tun. Erstens sind Steuern nicht das Geld der Bevölkerung – Steuern sind Investitionen, die genau dazu da sind, Auflagen zu machen, nicht etwa mehr Steuern zu generieren (der Staat ist keine Firma im herkömmlichen Sinn). Zweitens wandern keine grossen Unternehmen ab, wenn sie nicht ohnehin von den Standortfaktoren einer Alternative überzeugt sind – noch nie gab es einen Unternehmensexodus, weil Regulierungen geschaffen wurden. Wenn man es so bedenkt…: Es wird endlich einmal Zeit, das Szenario auszuprobieren. Bis jetzt hat es noch nie dergleichen Erfahrungen gegeben und es wird sich mit Sicherheit herausstellen, dass das Argument völlig übertrieben ist. Mit Sicherheit.
  • 1:12 zerstört Arbeitsplätze. Ääääähm, nein? 1:12 vernichtet keine Unternehmen (welches Unternehmen würde sich lieber auflösen als einen ausgleichenden Massstab anzusetzen?) und natürlich keine Arbeitsplätze. Die allermeisten anständigen Unternehmen, wie auch etwa der Schweizer Staat, erfüllen dieses Kriterium übrigens schon längst und haben trotzdem saubere Klos.
  • 1:12 betrifft nur wenige Unternehmen. Das ist richtig, aber es ist ein grosses Zeichen für die Wirtschaft – der erste Mechanismus, der nichts zerstört, weder Überschüsse noch Mängel generiert. Und – unter uns – ist das wirklich ein Argument dagegen?
  • 1:12 kann nicht sachlich behandelt werden. Neid und Eifersucht dominieren den Gedanken dahinter. Gegen Emotionen zu argumentieren (und das sag ich auch der Linken, die immer die Verängstigungen von rechter Seite kritisiert), ist nie der richtige Weg. Aber die 1:12-Initiative ist garantiert keine Frage des Neides. Es geht nicht darum, jemandem zu schaden: Die Initiative fördert lediglich jene, die zu unterst für erfolgreiche Firmen arbeiten und dafür nicht entschädigt werden. Was ist daran eigentlich neidisch?
  • 1:12 bestraft Menschen, die wirklich mehr als 12 mal mehr verdient hätten als andere. Interessantes Argument, das kann tatsächlich zutreffen. Ich kram dazu mal Hamlet hervor:

Polonius: My lord, I will use them according to their desert [Verdienst].
Hamlet: God’s bodkin, man, much better. Use every man after his desert, and who shall scape whipping?

  • 1:12 bringt nichts. Die Firmen werden sich aufteilen, um den Auflagen zu entgehen. Die Initiative verlangt die Ausarbeitung von Experten im Parlament, um dieses Problem zu lösen. Es liegt nicht im Rahmen der Möglichkeiten, alle diese Lösungsvorschläge differenziert im ganzen Volk zu behandeln. Das bringt auch den Vorteil, dass flexibel auf listige Unternehmen reagiert werden kann.
  • 1:12 bringt nichts. Reiche Mitarbeiter können sich auch anders als mit Geld bezahlen lassen. Die Initiative schliesst auch andere materiellen Vergütungen ein, damit diese nicht umgangen werden können.

Einführung zu Yoshis Lesung

Hier in Teilen die gestrige Einführung zu Yoshis Lesung. Es ist das Portrait eines unaufhörlich und unerhört progressiven Schreibens und ich hoffe, meine kurze Analyse konnte und kann ihm wenigstens ein wenig gerecht werden:

Ich glaube, wenn man etwas zu Yoshis Texten sagen will, kommt man nicht um die Diskussion von Humor herum, denn zweifellos sind sie „humoristisch“. Was heisst, es kann passieren, dass man laut auflacht, wenn man es liest, und es kommt vor, dass Situationen im Leben einen an Szenen aus seinen Texten erinnern.
Ich möchte Ihnen ein kleines Beispiel für den Humor zeigen. Wenn man es versteht, versteht man auch Yoshis Witz. Ich habe es auf dem Blog gefunden und es lautet:

Nie konnte er früh nach Hause gehen. Immer musste er der Letzte sein.
„Warum tun Sie das?“, fragten sie ihn.
„Wenn ich der Letzte bin“, erwiderte er, „kann ich nicht das Letzte sein.“

In Momenten wie diesen treten viele Elemente hervor, die man bei Yoshi wiederfindet: Die Angst, gesellschaftlich zu versagen (also das Letzte zu sein) – etwas, das wir später noch in den Geschichten: „Max hat den Quaxel nicht repariert“ und „Enttäuschung“ sehen werden –, der Witz mit der Sprache, der ganz besonders in der Erzählung die „Raffel“ zu finden ist, und die typische alltägliche Absurdität, die sein Werk durchzieht.
Man wird deshalb auch oft an andere Autoren des Absurden denken, man wird an Kafka erinnert oder an Haruki Murakamis Kurzgeschichten.
Ich möchte Ihnen aber ans Herz legen, dass Sie dabei den Unterschied, der Yoshi gegenüber diesen Autoren und, ich würde meinen, des heutigen Erzählens auszeichnet, bedenken.
Yoshis Geschichten sind erstens immer heiter, obwohl sie fast immer traurige Figuren oder Umstände beschreiben.
Und zweitens – sehr wichtig – liegen seine Texte nicht in der Schwebe.
Sie hören nicht irgendwo Raymond Carver-mässig auf und geben Stunden zu deuten her. Das Ende ist nicht offen. Bei Yoshis Texten stellt sich nicht die Frage, was gemeint ist, höchstens noch, was es bedeutet (aber auch das nicht immer). Sie stellen ungerne derartige Fragen. Die Texte kommen auf den Punkt. Auch wenn dieser Punkt nichts Bedeutungsvolles sein muss. Aber es gibt immer eine Pointe, es gibt stets einen Witz an der Sache.
Wenn Sie Yoshi aber persönlich fragen, was seine Geschichten bedeuten oder, grausamer, was sie aussagen wollen, dann wird er Ihnen antworten, wie er auf die Geschichte gekommen ist, woher die Idee dazu kam. Es ist wirklich ein lustiges Phänomen, Sie können es später gerne überprüfen. Und es kommt nicht von ungefähr. Ich glaube, Yoshi weigert sich, seinen Texten zu viel Dringlichkeit geben. Er wird auch nicht sagen: „Das musste geschrieben werden, es musste so gesagt werden, es hat einen Sinn.“ Das ist für ihn nicht die Funktion des Erzählens.
Was hingegen eine Funktion des Erzählens bei ihm ist, ist das Sich-lustig-Machen. Tatsächlich machen sich wirklich fast alle Texte über etwas lustig. Oft ist es leicht zu sagen, worüber, manchmal schwieriger.
Aber Yoshi ist nicht einfach nur hämisch. Er entwickelt dieses Prinzip weiter: Im nächsten Text macht er sich über das Lustigmachen lustig. Und über die, die sich über das Lustigmachen lustig machen, macht er sich im nächsten lustig. Das ist es auch, was die Texte ausmacht.
Yoshis Kurzgeschichten könnten immer gut auch alleine stehen: Manchmal sind es dann spannende Erzählungen, manchmal philosophische Gedanken, aber es kann auch vorkommen, dass es nur ein schaler Witz ist (einen solchen Witz werden Sie unter dem Titel „Zwei Bekannte“ im Buch finden). Und dabei erhebt sich manchmal vielleicht der Vorwurf, es sei zu plakativ. Man könne doch nicht immer pointiert schreiben! Man könne doch nicht immer auf den Punkt kommen! Man müsse doch dem Leser Freiräume lassen!
Aber dieser Vorwurf vergeht gerade in der grossen Masse der Texte, denn, wie gesagt, Yoshis Texte setzten sich sehr ironisch mit sich selbst auseinander. Es gibt keine Geschichte und mit ihr keine „Moral der Geschichte“, die nicht zugleich schon aufgelöst ist durch eine andere.
Yoshis Texte sind verfeindet. Sie hassen sich.
Der „Verein“ hasst den „Sekretär“ (in der Funktion der Institution, die beschrieben wird). Der „Quaxel“ hasst die „Raffel“ (in der Beschreibung, wie Gegenstände unverzichtbar werden).
Jedes Prinzip wird von einer Geschichte zur nächsten umgestülpt, im Kleinen wie im Grossen, und ich verspreche Ihnen, dass kein Stein auf dem anderen bleibt. Die Dinge, von denen man keine Veränderung erwartet, schlagen von einer Sekunde auf die nächste um – die Einsamen bleiben nicht die Einsamen, die Beliebten bleiben nicht die Beliebten, Freunde bleiben keine Freunde, Schrifsteller keine Schriftsteller, Vereinsmitglieder bleiben keine Vereinsmitglieder.
Damit wird das Plakative aufgestört. Die zwanzig pointierten Erzählungen in diesem Buch rennen gegeneinander an und zeigen erst in der Masse den grossen Konflikt auf, in dem sie stehen.
Yoshis Texte sind Pixel. Pixel auf dem Bildschirm eines Computer aus den 80er-Jahren, auf den mehrmals eingehauen wurde. Da sind Störungen, Ausfälle, Pixelfehler, Verschiebungen oder Verfärbungen, die erst beim Blick auf den gesamten Bildschirm auffallen. Störungen, die einen aufs Neue fragen lassen: Darf man darüber lachen? Sind traurige Geschichten wirklich lustig? Oder ist in Wirklichkeit gerade das traurig, dass wir traurige Geschichten lustig finden?

Das sind so Fragen

Warum führt befreite Sexualität zu mehr gefesselten Menschen?

Wieso ist eigentlich niemand zufrieden mit der Welt wie sie ist (Konservative sind nicht zufrieden, sie ärgern sich über die progressiven Tendenzen. Warum aber ist niemand mit der heutigen Welt zufrieden, obwohl Menschen mit fast allem zufrieden sein können)?

Was waren Steve Jobs letzte Gedanken (und wen umklammerten dabei seine Finger? (Oder was? (Oder welcher Release? (Hauptsache, er hat die Tastensperre dringehabt)))?

Mein Artikel auf FreiesFeld.ch

Freies Feld

Von CÉDRIC WEIDMANN.

Es ist eigentlich bemerkenswert, dass wir dem Tod im Videospiel nichts abgewinnen können.
Natürlich könnte man ihn philosophisch auswringen: Die Beseitigung des ewigen Lebens, die Bewältigung der atheistischen Seinsvergessenheit in einem jenseitslosen Kontext, der feuchte Traum der Religion, die Zerstörung der grössten menschlichen Angst. Und auch wenn ich versuchen werde, in diesem kleinen Artikel einige Thesen zum Tod im Spiel aufzustellen, möchte ich Folgendes voranstellen: Es ist nämlich wirklich bemerkenswert, dass wir dem Tod im Videospiel – wenigstens philosophisch – nichts, so gar nichts, abgewinnen können (oder wollen). Er berührt uns emotional nicht und stellt uns keine Fragen. Er ist uns völlig schnuppe. Neustart? Ok.

Suizidales Videospielen?

Es ist ja nicht so, als ob es uns tatsächlich interessierte, wie dieses Element des Reload oder (wie ich es jetzt behelfsweise nenne) das Select-Element umgesetzt wird. Das kann mit einem dezent überblendeten weissen Bildschirm, einer kleinen Nachricht im…

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Der Satz (XX)

Er sieht mich an, der Frosch –
Aber was macht er
für ein Gesicht?

Issa, Haiku

Das menschliche Verhalten im Regen

Er kauft sich im Supermarkt regelmässig gefrorene Erbsen. Er mag keine Erbsen, aber sie füllen die Zwischenräume in der Gefriertruhe besser.
Bei ihm steht nie etwas auf der Kippe, höchstens „Malboro“.
Eine Frau hat ihn einmal weinen gesehen. Deshalb musste er sie umbringen oder heiraten. Sie haben zwei Kinder.
Das Fenster öffnet er mit einem lauten eigenartigen Geräusch, das er mit zusammengepressten Lippen hervorbringt. Es ist, wie wenn man versucht mit geschlossenem Mund einen Pistolenschuss zu imitieren.
Er war nie schlecht in Mathematik, legte aber schon in der Schule inmitten der Gleichung den Stift aus der Hand. Er ist der Meinung, dass sich die grossen Probleme der Welt von selbst lösen würden. Sonst sind es keine Probleme.
Er war geduldig, weil er nie auf etwas wartete.
Er ass nicht mit seinen Arbeitskollegen und war auch sonst nicht für Höflichkeiten gut, aber bot ihnen Kaffee an. Er hatte immer irgendwoher Kaffee.
Zweimal in seinem Leben hat ihn jemand schlafen gesehen. Seine Mutter und ein Arbeitskollege im Zug. Mit beiden hat er den Kontakt abgebrochen. Im Schlafzimmer schaltet er zur Sicherheit das Licht aus und wartet er auf das Schnarchen seiner Frau. Dann legt er sich vorsichtig hin.
Unter seiner Schuhzunge durchzieht ein zweiter Schnürsenkel den ersten. Seine Jacke hat einen weiten Riss von einem Stacheldrahtzaun.
Er bewahrt Packungen von Fischer Men’s Friends in wollenen Däumlingen auf, die er in seiner Tasche versteckt.
Er zieht kleine Kreise im Regen und sucht nach Würmern im Garten. Wenn er einen findet, verzerrt sich sein Gesicht nur ganz leicht. Dann zieht er noch mehr Kreise in den Dreck.