von Cedric Weidmann

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Freies Feld

Von CÉDRIC WEIDMANN.

Es ist eigentlich bemerkenswert, dass wir dem Tod im Videospiel nichts abgewinnen können.
Natürlich könnte man ihn philosophisch auswringen: Die Beseitigung des ewigen Lebens, die Bewältigung der atheistischen Seinsvergessenheit in einem jenseitslosen Kontext, der feuchte Traum der Religion, die Zerstörung der grössten menschlichen Angst. Und auch wenn ich versuchen werde, in diesem kleinen Artikel einige Thesen zum Tod im Spiel aufzustellen, möchte ich Folgendes voranstellen: Es ist nämlich wirklich bemerkenswert, dass wir dem Tod im Videospiel – wenigstens philosophisch – nichts, so gar nichts, abgewinnen können (oder wollen). Er berührt uns emotional nicht und stellt uns keine Fragen. Er ist uns völlig schnuppe. Neustart? Ok.

Suizidales Videospielen?

Es ist ja nicht so, als ob es uns tatsächlich interessierte, wie dieses Element des Reload oder (wie ich es jetzt behelfsweise nenne) das Select-Element umgesetzt wird. Das kann mit einem dezent überblendeten weissen Bildschirm, einer kleinen Nachricht im…

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