Cedric Weidmann
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Das Napoleon-Spiel by Christoph Hein My rating: 3 of 5 stars Ein-Satz-Review Ein zweiter Raskolnikow führt in dieser neuen Version als Erzähler zum Sieg: die rationalistische Aristokratie des Spielers, der seine grausamen Taten mit Napoleon verbrämt, gewinnt diesmal und hebelt sowohl Verbrechen als auch Strafe aus. View all my reviews
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„YOLO“, rief er, und füllte die Steuererklärung aus.
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»Dass die Philosophen auf der Suche nach dem Ur-Wort sind und es nicht zu ent-decken vermögen, liegt nicht in der Beschaffenheit der Mundhöhle des Neanderthalers oder der ersten Menschen. Wenn es überhaupt zu finden ist, ist es zu suchen in der Beschaffenheit des Wortes selbst, das aber immer schon eingenommen ist in der Sprache. Das…
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Denn schön ist alles, sieht man es mit Liebe an, und alles, was man liebt, ist klug. … Charles Perrault, Riquet à la houppe
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»Ich schaudere nicht, den kalten schrecklichen Kelch zu fassen, aus dem ich den Taumel des Todes trinken soll! Du reichtest mir ihn und ich zögere nicht.« Seine Hand huschte rasch über das Blatt. Auf dem Gesicht blitzte ein ingrimmiges Lächeln auf. Er hustete, hielt inne, nahm Tinte zur Hand, schüttelte den Kopf über einen Gedanken…
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»Jeder Augenblick ist kostbar«, sagte er und nahm einen tiefen Zug seiner Zigarette. Dabei glitt seine Hand zärtlich, fast fröstelnd, über den Schenkel. Der Blick war auf den Horizont gerichtet, umkränzt von stämmigen Augenfalten, er selbst stark in der Haltung, herausfordernd im Ausdruck und den einen Arm leicht ausgestreckt, wie um das Vorbeiziehende erhaschen zu…