Lyrik

  • Die Folter

    Halbschläfrig leuchtet die Lampe für den Erwachenden. Corn Flakes fallen stumm in die Schüssel und lechzen trocken nach ausbleibender Milch. Das ist dem Leben die Folter.

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  • Warum hindert ihr mich, Facebook zu löschen heut? Euch, euch Fröhliche, störts? Seht die „Gefällt-mir“s an: fern und fort so entschwinden meiner Pinnwand sie schnell und kühl.   Dieser Zustand der Qual ärgert mich bitterlich Liegt es, Freunde, am Ton, welcher im Status so anzubiedern oft wusste? Nun, so seis drum, ich geb euch nach.

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  • 100 Monster

    Vor deinem vergitterten Fenster sitzen hundert verwitwete Monster und suchen, soweit man sehen kann, sich alle einen neuen Ehemann Sie trauen sich nicht, dich zu fragen: sie ängstigen sich, dich zu plagen. Doch sie stehen weiter im Garten sitzen ruhig auf dem Sims und warten. Sie sind so schrecklich traurig und einsam, müd und dumpf

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  • Dichter

    Wenn ich einen Dichter der etwas zu sagen wüsste kennte hätte ich schon mehr von der Welt gesehen als mir lieb blieb.

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  • Deckung

    Was ist jetzt? Da kommt einer den du kennst und wenn er weiter geht schwingt das Leben hinter ihm her als wenn es was zu schwingen gäbe. Und wenn du dahinter stehst sein Leben um dich rumbaumelt und du noch seinen Rücken siehst dann – sind wir ehrlich. – dann kennst du ihn auch nicht

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  • Du Held

    Als du aufwachst, merkst du, dass du nur Überreste angehäuft hast. Die Ruine deines Bettes wackelt mit jedem Husten stärker. Neben dir liegt sie. Sie ist noch nicht aufgewacht und suhlt sich noch im Traum deiner mit austeilenden Erschütterungen fortsetzenden Gestalt. Der Wecker starrt dir ins Gesicht. Morgendliche Rituale erstrecken sich über perverse Zeitdimensionen. Die

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