Juni 2012

  • Der Satz (XVIII)

    Für Proudhon u. a. ist es natürlich angenehm, den Ursprung eines ökonomischen Verhältnisses, dessen geschichtliche Entstehung er nicht kennt, dadurch geschichtsphilosophisch zu entwickeln, dass er mythologisiert, Adam oder Prometheus sei auf die Idee fix und fertig gefallen, dann sei er eingeführt worden etc. Nichts ist langweilig trockner, als der phantasierende locus communis. … Karl Marx,…

    Read more →

  • Kurze Bücher

    Lina mochte kurze Bücher. So kurz, dass sie beim Lesen die Augen zukneifen musste, wie wenn sie in eine saure Zitronen biss.

    Read more →

  • Gute Stimmung

    Selten steigt sie wie ein Heliumballon. Oft hüpft sie kurz, stolpert, holpert und schluckt auf, wenn einen Acker der Unsicherheit das Gespräch überquert. Es erheitern sich die Gesichter, der Witz beginnt zu entflammen, ein Lächeln überspannt die Münder, die Augenbrauen schieben sich nach oben und die Stimmen werden hell. Sie fängt sich selten wieder auf…

    Read more →

  • Der Satz (XVIII)

    Eltern, die bemerken, dass ihr Junge ein Poet von Profession werden will, sollten ihn so lange peitschen, bis er das Versemachen aufgibt, oder bis er ein grosser Dichter wird. … Georg Christoph Lichtenberg, Sudelbücher, Heft G

    Read more →

  • Ein Morgen

    Plötzlich wünschte sie sich den Tod. Doch dann fragte sie sich, ob sich auch andere ihren Tod wünschten. Sie wollte niemandem, der sie tot wünschte, dabei helfen, sie tot zu wünschen. Das war krank, völlig gemein. Sie machte sich heissen Kaffee.

    Read more →

  • Der Literaturprofessor: „Ich wollte mir beim Nachdenken über den Bart streichen, dann fiel mir plötzlich der Arm ab und ich dachte mir: Wann ist bloss der Bart so lang geworden? Wann der Arm so kurz?“

    Read more →