Adleraugen

von Cedric Weidmann

Die Sonne brannte mir auf den Rücken und ich schwitzte. Die Müdigkeit begann langsam Überhand zu nehmen. Weither hörte ich eine Frau lachen. Ich wusste nicht mehr, wo ich war. Ich hatte Durst, aber ich musste meine Aufgabe erfüllen. Wieso war das alles nur so kompliziert? Immer noch hielt ich mit Adleraugen Ausschau, doch sie verloren langsam ihre Kraft.
Als ich nicht mehr lange zu leben hatte und mich auf die Strassenseite schleppte, um den Menschen Platz zu lassen, hatte ich schon lange mit Selbstgesprächen begonnen. „Wo ist es? Ich kann nichts finden, nirgendwo.“ Ich wand mich und kroch noch über die Gräser am Wegrand. Dann brach ich völlig zusammen, umklammerte die Flasche in meinen Händen und ich spürte noch, wie mein Wille dem obersten Ziel nachhing, eine Sammelstelle zu finden. Wieso gab es nur nirgends eine PET-Sammelstelle?
Ich verdurstete.