Zu viel Botox oder Berlusconi (Ein Lehrgedicht im Schüttelreim)

von Cedric Weidmann

Er wollte so viel botoxen
man konnt‘ ihn kaum mehr tot boxen.
Dass viele trotzdem auf den Wunsch pochen
liegt noch am Rausch der letzten Punschwochen,
wo Säufer mit Alkohol im Magen schlemmen
und ohne Scheu sich schlagen, Memmen!
Dabei wollen andere sogar den Mann küssen,
Die Frage ist nur, wie man das kann müssen.
Er ist ja auch weniger ein spasserfüllter Hecht
als vielmehr ein richtig hasserfüllter Specht.
Man glaube nie und nimmer, was wir „Lügen glauben“ heissen,
weil die Lügen selbst Soldaten nicht so auf den Hauben gleissen.
Von dieser Art zu reden, ist bei ihm voller Tornister
Jedem Kuckuck wär das kühle Intrigieren toller Vor-Nister.
Man würd ihm für zwei Minuten keinen Has‘ geben
Er tät ganz plötzlich auf dem Herd das Gas heben
und kommst du, siehst du wie er zu der Kost trank
und wirst für immer im Schlaf ohne Trost krank.
Aber er ist ein treuer Mensch und gar nicht dämlich
sein Kopf ist dem Arzt zufolge total dicht nämlich.
Er konnt‘ noch jedes Sudoku vor den Damen lösen,
doch auch bei Männern muss er bei den Lahmen dösen.
Zwar zahlt er dem Autohändler immer zu spät Raten
doch dann geht er zur Gärtnerei und rät Spaten:
„Die sind gut und jene toll, um für Ihren Hund zu graben“
Und für viele seiner Kunden, ist das schon der Grund zu haben.
Aber er sollte weniger kaufend, am Botox sparend üben,
damit seine Poren draussen, im Wind noch Abend spüren.
Damit könnt er auch heut sein knappes Konto mit viel Liebe schonen,
denn schon lang würd sich an seinem Fenster eine neue Schiebe lohnen.