Loribeths Missgeschick

von Cedric Weidmann

Einige Gedanken zum Roman „Mein Vater war ein Mann an Land und im Wasser ein Walfisch“ von Michelle Steinbeck.

Bloggen statt schlegeln

Mein Vater und ich, wir kamen früher jeden Tag hierher, um Sie zu besuchen. Sie waren sein grosses Vorbild. Er hat Sie um Rat gefragt für sein Buch, wissen Sie noch? Ich hätte heute auch fast angefangen, etwas zu schreiben. Dann ist mir ein Missgeschick passiert, und ich wurde abgelenkt. Was, meinen Sie, hat das zu bedeuten? (34)

Nerven

Im ersten Absatz, bevor die Erzählerin auch nur einen Schritt tut, macht das Kind vor dem Haus eine klare Ansage. „Gestern habe ich geträumt, ich hätte alle beleidigt.“ Von Anfang an ist sicher: Das wird keine harmonische Angelegenheit. Ein Kampf wohl eher. Daher nimmt es der Text schon auf den ersten Seiten mit allem auf: mit Kafkas Unglücklichsein, dessen Setting – allein, nervös im Zimmer mit Blick aus dem Fenster, schreiend, als ein zu kluges Kind wie aus dem Nichts eintritt – Steinbeck gleich übernimmt; mit Murakamis Der zweite Bäckereiüberfall,

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