Cedric Weidmann

  • In der Schlucht

    Ich wanderte durch die Schlucht. Die Sonne warf noch im Untergehen ihr Licht bis an die Wände hoch. Kleine Amseln versteckten sich im Kar, das sich unter einem Überhang gebildet hatte, um ein wenig Schatten zu suchen. Ich setzte meine Füsse so vorsichtig wie möglich und achtete darauf, dass ich nicht umfiel. Das Gewicht auf…

    Read more →

  • Auf dem Balkon

    Ich trinke auf dem Balkon, auf einem Klappstuhl sitzend, trinke ein Bier und sehe zur anderen Strassenseite. Neben mir steht der Druide, träumerisch abgewandt zu einem Block gegenüber, wo seine Augen nach leuchtenden Fenstern suchen. Der untere Saum seines Kittels ist nass. Ich trinke ein Bier, versunken im Klappstuhl, und betrachte das Fahrrad, das auf…

    Read more →

  • Wanderfrust

    Wenn man den Schmerz an den Zehen spürt, die in den Schuhen stecken, und sie doch nicht ganz spürt, weil sie schon zu taub sind. Sind das dann Spekulationsblasen?

    Read more →

  • Der Satz (XL)

    Hoffen kann man immer, das ist keine grosse Sache und ganz leicht — es ist sogar einfacher als verzweifeln und deshalb kaum rühmlich. … Yoshi, Whatsapp-Verläufe

    Read more →

  • Meine Geschichte »Eine Chance« wurde vom Zürcher Literaturhaus zum Siegertext gekürt. Die Aufgabe bestand darin, die Wörter: assistieren, quartär, anbaggern, unvermeidlich und kratzen, in einem Text zu verwenden. Viel Vergnügen!

    Read more →

  • Ein Irrer im Dunkeln

    Die Tür schliesst sich mit der letzten Verabschiedung. Der kleine Leo dreht sich zur Nacht um, die vor ihm liegt. Es ist früher Sommer, ein frischer Wind fegt den kühlen Duft nasser Blätter über den Asphalt. Auf der gegenüberliegenden Strassenseite steht eine Hecke. Der kleine Leo macht sich auf den langen Weg nach Hause. Geniesserisch…

    Read more →