Wrag!

Cédric Weidmann, 26, schreibt.

Tag: Klassiker

Hunger (Ein-Satz-Review)

HungerHunger by Knut Hamsun
My rating: 4 of 5 stars

Ein-Satz-Review

Eigentlich ein Wunder, dass das Buch nicht Durst heisst, so viel wie der weint.

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Der Traum der roten Kammer (Ein-Satz-Review)

Dream of the Red ChamberDream of the Red Chamber by Cao Xueqin

My rating: 3 of 5 stars

Ein-Satz-Review

«Wir sind doch schon, wer weiss wie lange, unterwegs, sollten wir immer noch nicht aus unserem Park heraus sein?», fragt Pao Yü im Traum, indem er gleichermassen das Klaustrophobische, Unheilvolle und das Friedliche, Leichtsinnige dieser im Fürstenpark spielenden Geschichte anspricht, die den Ursprung der Soap Opera bildet, eines der schönsten Beispiele von allmählich verfallendem Reichtum zeigt und daher nicht zu Unrecht eines der meist gelesenen Bücher überhaupt ist.

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Fahrenheit 451 (Ein-Satz-Review)

Fahrenheit 451Fahrenheit 451 by Ray Bradbury
My rating: 2 of 5 stars

Ein-Satz-Review

Eine optimistische Antwort auf 1984: Auch ein totalitärer Staat mit unverständlichen Kriegen, auch Bespitzelung und Verleumdung, auch das Revidieren der Vergangenheit durch die Auslöschung der Literatur, nur diesmal nicht durch den totalitären kommunistischen Staat, sondern durch die totalitäre kapitalistische Wirtschaft, diesmal nicht aus reinem Selbstzweck der Macht, sondern des Spasses, diesmal nicht hoffnungslos: hier wird Beatty – das Monster des Intellekts, die Verkörperung des Relativismus – getötet, während dort gegen dieselbe Gestalt (mit Namen O’Brien) nichts mehr ausgerichtet werden kann.

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1984 (Ein-Satz-Review)

19841984 by George Orwell
My rating: 4 of 5 stars

Ein-Satz-Review

Man hat mir gesagt 1984 handle von einem grausamen System, doch man hat mich angelogen, es handelt von anderem, vom Sieg der Philosophie über die Praxis, von der Totalität des Relativismus, von der Macht der Macht, der Stil ist schlank, die Geschichte nicht ohne Ironie, aber nicht grausam: Das System ist grausam für jene, die an die Grausamkeit glauben wollen — und doublethink ist nur die Perfektion des Denkens, die nicht alle erreichen; man muss von 1984 als einem optimistischen Buch denken.

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