Der kleine buddhistische Mönch (Ein-Satz-Review)

von Cedric Weidmann

Der kleine buddhistische MönchDer kleine buddhistische Mönch by César Aira
My rating: 1 of 5 stars

Ein-Satz-Review

Umschlag und Aufmachung des Buches versprechen Überraschungen, aber ausser der unendlichen Anzahl von Schreibfehlern und Grammatikschnitzern, die in dieser Matthes&Seitz-Ausgabe sogar völlig unironisch einen Hund «rapportieren» lassen, zeichnet sich der kurze Band nur noch durch jene Unerwartetheit aus, dass er sehr viel ruhiger und linearer ist, als erwartet, so sehr, dass die Geschichte — ein kleiner buddhistischer Mönch ist aus Verehrung für die westliche Gesellschaft eurozentristischer Intellektueller geworden, der in der Hoffnung, Aufmerksamkeit von Europäern zu finden, einem französischen Künstlerpärchen eine seltsame Pagode zeigt, wobei nicht nur die Winzigkeit des Mönchs, sondern auch die seltsamen Bahnhöfe unterwegs und die Fotoaufnahme des Fotografen unheimlich scheinen und ein zum Ende hin ‹gelöstes› Rätsel mit sich tragen, — hier, ohne dass die matte Freude an der plumpen und kurzen Lektüre verdorben werden dürfte, ganz kurz erzählt werden darf.

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