Betrachtungen
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Das langweilige Buch habe ich hinter das traurige Buch gestellt. Ich habe mir nicht viel überlegt. Als ich später hinsah, bemerkte ich den Fehler und tauschte die Bücher aus. Das war natürlich Unsinn. Nach einer Weile begriff ich, dass ich sie nebeneinander aufzustellen brauchte, so dass das langweilige und das traurige und das neu gekaufte
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Am Dienstag wanderte eine Mutter mit ihrem Kind auf den Uetliberg. Der Junge sprang umher und schien dauernd Fragen zu stellen. So suchte er nach einer weiteren Knacknuss und schliesslich fragte er, als sie vorüberzogen: „Mami, warum… Warum gits Wälder?“ „Was? Warums Wälder git? Gueti Frag…“, sie dachte mit ernsthafter Anstrengung nach und antwortete bedächtig:
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Der Zufall Es fällt nicht schwer, die deutliche Überzahl des „Zufalls“ in den Seiten des sogenannten Bildungsromans zu entdecken. Oft genug werden plötzliche Veränderungen als „seltsamer Zufall“ beschrieben, aber auch Charaktereigenschaften haben den Ton des Zufälligen („Wie sie mir zuwider ist! recht meinem innern Wesen zuwider! bis auf die kleinsten Zufälligkeiten.“ S. 331) Über weite
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Truman ist nicht arrogant Wer mich persönlich kennt, hat bestimmt schon einmal diese Anekdote gehört. Sie ist die Anekdote von einem Vertrauensbruch und ich glaube, jeder Mensch, auf den man etwas halten kann, hat einen Vertrauensbruch in seinem Leben erlebt. Jeder hat auch seine Anekdote. Meine lautet so: Es gab in meiner Kindheit nie einen
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Weshalb bückt sich der Mann vom Lande, um durch das Tor in das Innere zu sehen? Und weshalb tritt der Türhüter dazu beiseite?
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Das Beste, was man tun kann, ist vor einem Krankenhausaufenthalt ein Bier zu trinken. Deine Fahne sterilisiert den schrecklichen Geruch und deine im Sterben liegende Urgrossmutter hält dich für ihren verstorbenen Mann.