Märchen
Es war 1 Mal, einmal ist keinmal.
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Sie wollte sich am Fuss des Mäuerchens hinlegen, dort, wo der Asphalt von Hundepisse gesotten war, und manchmal eine hündische Nasenspitzen hinfuhr, um die Markierungen zu beschnuppern, dort, wo ausser Hundenasen und Hundepisse niemals irgendetwas war. Darüber thronte zwar ein Helm, der auf dem Mäurchen lag und dessen Visier geborsten war. Die Dellungen schienen auf
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»Dass die Philosophen auf der Suche nach dem Ur-Wort sind und es nicht zu ent-decken vermögen, liegt nicht in der Beschaffenheit der Mundhöhle des Neanderthalers oder der ersten Menschen. Wenn es überhaupt zu finden ist, ist es zu suchen in der Beschaffenheit des Wortes selbst, das aber immer schon eingenommen ist in der Sprache. Das
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»Ich schaudere nicht, den kalten schrecklichen Kelch zu fassen, aus dem ich den Taumel des Todes trinken soll! Du reichtest mir ihn und ich zögere nicht.« Seine Hand huschte rasch über das Blatt. Auf dem Gesicht blitzte ein ingrimmiges Lächeln auf. Er hustete, hielt inne, nahm Tinte zur Hand, schüttelte den Kopf über einen Gedanken
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»Jeder Augenblick ist kostbar«, sagte er und nahm einen tiefen Zug seiner Zigarette. Dabei glitt seine Hand zärtlich, fast fröstelnd, über den Schenkel. Der Blick war auf den Horizont gerichtet, umkränzt von stämmigen Augenfalten, er selbst stark in der Haltung, herausfordernd im Ausdruck und den einen Arm leicht ausgestreckt, wie um das Vorbeiziehende erhaschen zu
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Das Tal ist lang. Der Bach ist ausgetrocknet und statt Wasser rauscht das Laub, durch das ich schreite. Zwei Krähen kämpfen und bringen die Luft zum Rascheln. Meine Begleiter sind mit abgewandt und stehen nebeneinander, als wären sie zwei Wächter vor einem unsichtbaren Tor. Der erste Schneefall setzt an. Ich fühle den Engel neben mir.