von Cedric Weidmann

Ein Artikel auf FF zur digitalen Misshandlung der neusten Forschung.

Freies Feld

Von CÉDRIC WEIDMANN.

Killerspiele: In ihnen geht es darum, Menschen zu töten. Typische Beispiele dafür sind die prominentesten Shooter wie jene der Call of Duty-Reihe — aber auch gelobte Grenzgänger und von den Kritikern als künstlerisch ausgezeichnete, wie etwa Halo oder Bioshock. All dies sind Killerspiele und werden von der einen Seite heftig kritisiert und von einer anderen heissblütig verteidigt. Interessant an dieser Diskussion aber ist, dass es dabei immer nur um die Vorbildfunktion des Spiels geht. Was man anklagt ist, dass tote Menschen und Blut zu sehen sind. Wir fragen uns aber: Wieso gibt es kein ethisches Problem damit, dass virtuelle Menschen getötet werden? Kritiker von Killerspielen beklagen nicht das Schicksal der getöteten Soldaten, die in Call of Duty das Schlachtfeld schmücken — sie beklagen nur die Wirkung, die diese Bilder auf den Spieler haben (wie etwa diese spannende Studie zu Menschenrecht in Videospielen). Aber warum?

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