Deutsch
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Random ist ein Wort, das nicht alle Schichten und Sprecher erreicht hat, das es noch nicht lange gibt und das es womöglich nicht lange geben wird. Dennoch wurzelt in diesem Anglizismus eine Bereicherung für das Denken, die uns die Sprache manchmal in ungewohnten Formen präsentiert. Vieles kann random sein, aber nicht alles. Von einem wissenschaftlichen
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Nach langer Reise sah sich das Alien um und wunderte sich über die Dichte an Menschen und ihre grauen Haare. Noch verstand es nicht, dass es im Publikum einer Lesung gelandet war, und weil es unhörbar in ihrer Mitte aufgetaucht war, hatten sich nicht einmal die Köpfe zu ihm umgedreht. Die Blicke waren nach vorne
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Seht, wie friedlich er schaut. Sein Gesicht ist starr. Ja, starr, aber doch… Etwas ist passiert, seht nur, er schaut so friedlich, so friedlich hat er früher nie geschaut. Da muss etwas passiert sein. Er muss etwas gesehen haben, was ich nie gesehen habe. Ich wünschte, ich könnte auch so aussehen, wenn ich sterbe, und
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Man kann so bei einem Gespräch dabeistehen und nicht im Geringsten wissen, wie man hineinspringen soll. Man hat dann irgendwie Anteil, ohne Teil davon zu sein. Irgendwann, während dir die Anderen um die Ohren plaudern, kommt dir etwas in den Sinn, was du hättest einwerfen wollen, aber wenn du es formuliert hättest und es endlich
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Dort säumt ein Röckchen die Schenkel, da ist Hals in den Wollschal gelümmelt. Manche Handgelenke, verpackt in die Ärmel loser Pullis, recken nach Kapuzen dicker Daunenjacken. Ein dünnes Shirt flattert und im Kragen eines Cardigans hängt eine Sonnenbrille. In der Hand ballt sich Wind bis man meint, man könne ihn zerknautschen. Bewölkt, der Föhn in
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Der kühne Aufschuss einer Rakete, die das Nachtdunkel erhellt und im höchsten Punkte zerplatzend mit dem Sternenhimmel zu fraternisieren scheint, ist schön nicht bloss durch ihre mechanische Bewegung, sondern auch durch ihr Leuchten und ihre Geschwindigkeit. … Karl Rosenkranz, Die Ästhetik des Hässlichen.