Das Machen von 1000 Sachen

von Cedric Weidmann

Ich müsste noch eine lange Reihe von Dingen erledigen, Dinge, die ich schon längst hätte erledigen müssen, ja ich sollte sie alle nach einander, Stück für Stück, hinter mich bringen, abhaken und am Ende ein paar Schritte zurückstehen und das Werk bewundern, das ich vollbracht habe, ich müsste diese Sachen einfach kurz machen, fertigstellen, vollenden, etwas davon hervobringen, etwas wegschaffen, jenes abschliessen, jenes anfangen, eines mitteilen, das andere zum Müllcontainer bringen, oh, ich bräuchte das alles bloss zu machen, natürlich, ich müsste nur anfangen und nicht aufhören, heute noch, und dann geht es nicht viele Wochen, einfach bis es zu Ende ist, die erste Sache machen, dann die zweite, dann die dritte, bis es abgeschlossen ist, denn es werden ja kaum unendlich viele Sachen sein und wenn ich so die 1000te Sache gemacht hätte, könnte ich mich ja aufrichten, in den Tag blinzeln, mir den Schweiss von der Stirn wischen und lächeln, wie die Bananenpflücker in der Fernsehwerbung., dann könnte ich schauen, was ich machen wollte, oder ich ob ich gar nichts machen wollte und dann würde ich genau das machen, zum Beispiel…