Dialoge/Dramen
Getratscht.
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– Frau Ärztin, ich sehe immer so schwarze, schwirrende Punkte vor meinen Augen. – Das sind nur die Mücken, die in Ihren verfaulten Zähnen wohnen. – Es tut mir weh, wenn ich mich an meinen Arm kratze. – Ihre Fingernägel sind bröcklig und zerschneiden die Haut. – Ich kann keine Erektionen mehr haben. – Sie
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Sokrates. Du scheinst müde und hungrig zu sein, mein lieber Phagos. Phagos. Das ist wahr, Sokrates, meine Reise war lang. Erst heute Morgen habe ich Athens Stätte betreten. Sokrates. Ist es nicht so, mein Freund, dass der Hunger mit der Müdigkeit die grösste Gemeinsamkeit aufweist? Phagos. Erkläre mir das. Sokrates. Hunger ist doch wohl ein
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Soldat Bernhard: Anmelden, Offizier. General Gerber: Ich bin kein Offizier, Soldat, ich bin General. Name, Soldat? Soldat Bernhard: Soldat Bernhard, General. General Gerber: Sie sind hier um Ihren Auftrag zu raportieren, korrekt? Soldat Bernhard: Korrekt, General. General Gerber: Sie hatten den Auftrag, eine Nacht- & Nebelaktion durchzuführen und die Zielperson zu eliminieren. Soldat Bernhard: Jawohl,
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„Sag mal… Wenn du dein Leben noch einmal leben könntest“, der Mann lächelte nachdenklich hinter seiner neuen Brille, „würdest du alles genau so machen?“ „Ja“, sagte Goethe. „Einfach ja? Ohne nachzudenken?“ „Ich hab nachgedacht. Ich kann schnell nachdenken.“
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„Darf ich eine Frage stellen?“, fragte das Kind. Der Lastwagen ruckelte durch die Dunkelheit. „Nein“, antwortete der Mann. Es wurde kühl und das Kind begann zu frieren, doch wollte es nicht um eine Decke bitten. „Darf ich jetzt eine Frage stellen?“, fragte es nach einer Weile. „Nein.“ Der Mann putzte sein Gewehr und hielt sich
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Paul sah aus dem Fenster. „Was siehst du?“, fragte Lisa. „Ich sehe einen Vorgarten und einen Brunnen. Ein kleiner Mann und eine junge Frau sitzen davor. Die Frau scheint auf jemanden zu warten und schaut ständig auf die Uhr. Der kleine Mann kramt in seiner Tasche.“ „Seiner Tasche? Was sucht er in seiner Tasche?“ „Er