Prosa
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Seht, wie friedlich er schaut. Sein Gesicht ist starr. Ja, starr, aber doch… Etwas ist passiert, seht nur, er schaut so friedlich, so friedlich hat er früher nie geschaut. Da muss etwas passiert sein. Er muss etwas gesehen haben, was ich nie gesehen habe. Ich wünschte, ich könnte auch so aussehen, wenn ich sterbe, und
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Man kann so bei einem Gespräch dabeistehen und nicht im Geringsten wissen, wie man hineinspringen soll. Man hat dann irgendwie Anteil, ohne Teil davon zu sein. Irgendwann, während dir die Anderen um die Ohren plaudern, kommt dir etwas in den Sinn, was du hättest einwerfen wollen, aber wenn du es formuliert hättest und es endlich
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Dort säumt ein Röckchen die Schenkel, da ist Hals in den Wollschal gelümmelt. Manche Handgelenke, verpackt in die Ärmel loser Pullis, recken nach Kapuzen dicker Daunenjacken. Ein dünnes Shirt flattert und im Kragen eines Cardigans hängt eine Sonnenbrille. In der Hand ballt sich Wind bis man meint, man könne ihn zerknautschen. Bewölkt, der Föhn in
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„YOLO“, rief er, und füllte die Steuererklärung aus.
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»Jeder Augenblick ist kostbar«, sagte er und nahm einen tiefen Zug seiner Zigarette. Dabei glitt seine Hand zärtlich, fast fröstelnd, über den Schenkel. Der Blick war auf den Horizont gerichtet, umkränzt von stämmigen Augenfalten, er selbst stark in der Haltung, herausfordernd im Ausdruck und den einen Arm leicht ausgestreckt, wie um das Vorbeiziehende erhaschen zu